REIBRÄDER

Reibräder für Radialextrusion

„Reibungslose Produktion“ über Reibräder

Eine Sonderform des Strangpressens ist die Radialextrusion, auch unter “CRE-Verfahren“ bekannt. Dieses kontinuierlich arbeitende Verfahren nutzt Reibungshitze, um das Ausgangsmaterial formbar zu machen. Hauptsächlich wird es für kleine und mittelgroße Profile aus Kupfer und Aluminium oder deren Legierungen verwendet.

Der Prozess startet mit dem stetigen Einführen eines Drahtes in die Nut eines Reibrades, das von einem massiven Druckschuh gestützt wird. Der Draht, z. B. ein Gießwalzdraht, hat üblicherweise einen Durchmesser von 8 bis 25 mm. Die Reibung zwischen Nut und zugeführtem Draht erzeugt Wärme und gleichzeitig einen hohen Pressdruck. In der so genannten Düsenkammer ragt eine Stoßfläche in die Nut mit dem zugeführten Material hinein. Durch die Kraft der Raddrehung fließt das nun teigige Material an der Stoßfläche plastisch in die Düsenkammer und tritt als Endprodukt aus der Düse aus. Das Verfahren lässt sich anstatt mit Draht auch mit Pulver durchführen, solange dieses in eine Nut von geeigneter Größe geleitet werden kann.

Kernstück der Anlage ist das Reibrad (CRE-Rad). Aufgrund der hohen Drücke und Temperaturen wird dieses Rad besonders hoch belastet. Neben einer hohen Genauigkeit der Form- und Lagetoleranzen sind deshalb vor allem die Auswahl des geeigneten Radwerkstoffes sowie die Festlegung der optimalen Einbauhärte entscheidend für die Standfestigkeit des Rades.

Mit Pilgerwalzen von S+C immer einen Schritt voraus

Beim Kaltpilgerwalzen werden warmgefertigte Rohre (Luppen) fertig gewalzt. Das Walzgerüst besteht aus zwei Walzen, die sich entgegengesetzt der Walzrichtung drehen. In die Walzen ist ein Kaliber eingearbeitet, das sich stufenlos bis zum Fertigrohrdurchmesser verkleinert. Zum Walzen wird ein konischer Dorn in das Walzgut eingeführt. Wesentlich dabei ist, dass sich beim Walzen der Luppe zum Fertigrohr eine Streckung des Durchmessers und der Wanddicke ergibt. Der Prozess wiederholt sich zyklisch, bis das gesamte Rohr ausgewalzt wurde. Je nach Anlagentyp ist der Walzenteil, der das Kaliber enthält, als Backe oder Ring ausgeführt. Aufgrund ihrer höheren Produktionsleistung und günstigeren Verformungsverhältnisse sind heute meist Ringwalzen in Langhubwalzwerke im Einsatz.

S+C fertigt Ringwalzen nach Kundenzeichnungen sowie Kaliberberechnungen für ein großes Spektrum an Abmessungen. Neben der exakten Ausführung des Arbeitskalibers sind der richtige Walzenwerkstoff und die dazu passende Wärmebehandlung entscheidend für die Leistung der Walzen. Je nach Anforderungsprofil stehen schalenhärtende, durchhärtende sowie flammhärtbare Werkzeugstähle zur Verfügung.

© Schmidt + Clemens Gruppe 2012 || Alle Rechte vorbehalten